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Projekteinblick · 15. Juli 2026

Vom Speicher zum Penthouse. Anatomie eines Dachausbaus.

Vom Speicher zum Penthouse. Anatomie eines Dachausbaus.

Wie aus einem ungenutzten Dachboden in Charlottenburg großzügige Wohnfläche mit Fernblick wird — die Schritte hinter einer Aufstockung.

Am Anfang steht selten ein leerer Raum. Meist ist es ein vollgestellter Speicher: alte Balken, ein paar Dachfenster, Staub aus Jahrzehnten. Was Eigentümer als toten Winkel abschreiben, ist für uns die interessanteste Fläche im ganzen Haus.

Der Weg dorthin ist Millimeterarbeit. Statik, Brandschutz, die Abstimmung mit dem Denkmalschutz an der Fassade — jeder dieser Schritte entscheidet, wie großzügig am Ende gewohnt wird. Wir planen die Aufstockung deshalb vom fertigen Grundriss her rückwärts: erst das Wohngefühl, dann die Technik, die es möglich macht.

Bei der Neuen Kantstraße 31 bedeutete das eine zurückgesetzte Gaube zur Straße und eine ruhige Loggia zum Hof. Das Ergebnis sind Räume, die nicht nach Ausbau aussehen, sondern so wirken, als hätte das Dach schon immer so gewohnt werden wollen.